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Einbruchschutz

Einbruchschutz in der Schweiz: Warum der Eindruck von Anwesenheit zählt

Marco Baumann
von
Marco Baumann
12.10.2026
Wohnhaus bei Dämmerung mit eingeschaltetem Licht
In der dunklen Jahreszeit kann Licht den Eindruck vermitteln, dass jemand zu Hause ist.
Darum gehts ∧
  • 2025 wurden in der Schweiz 46'636 Einbruch- und Einschleichdiebstähle registriert.
  • In der dunklen Jahreszeit kann bereits der Eindruck von Anwesenheit einen Unterschied machen.
  • Mechanische Sicherungen und kostenlose Polizeiberatungen ergänzen einfache Verhaltensmassnahmen.

Die Zahl der Straftaten in der Schweiz ist 2025 insgesamt um 1,5 Prozent zurückgegangen. Auch Vermögensdelikte und Diebstähle wurden seltener registriert. Bei Einbruch- und Einschleichdiebstählen zeigt die Statistik jedoch in die andere Richtung: 46’636 Fälle verzeichnete die Polizei, 1,2 Prozent mehr als 2024 und durchschnittlich rund 128 pro Tag.

Warum die frühe Dunkelheit eine Rolle spielt

Mit Herbst und Winter verändern sich die Bedingungen rund um Wohnhäuser und Wohnungen. Die Dämmerung setzt früher ein und damit zu einer Zeit, in der viele Menschen noch bei der Arbeit, unterwegs oder beim Einkaufen sind.

Die Kantonspolizei Thurgau weist darauf hin, dass die dunkle Jahreszeit mit der frühen Dämmerung vielen Einbrechern die Arbeit erleichtert. Wenn am frühen Abend in einer Liegenschaft kein Licht brennt, ist meist auch niemand zu Hause.

Dazu kommt ein entscheidender Punkt: Einbrecher versuchen in der Regel, ein Zusammentreffen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu vermeiden. Für sie ist deshalb nicht nur interessant, wie ein Gebäude gesichert ist. Auch der Eindruck, ob sich gerade jemand darin aufhalten könnte, spielt eine Rolle.

Eine einfache Massnahme kostet deshalb nichts: Eine Wohnung oder ein Haus sollte bei Abwesenheit nicht unnötig den Eindruck vermitteln, verlassen zu sein. Gerade in den Monaten, in denen es bereits am frühen Abend dunkel wird, kann dieser Eindruck von aussen leichter entstehen.

Beleuchtetes Fenster eines Wohnhauses bei Dunkelheit
Licht in einem Wohnhaus kann eine mögliche Anwesenheit nach aussen sichtbar machen.

Was beim Verlassen des Hauses wichtig ist

Neben dem Eindruck von Anwesenheit spielt das eigene Verhalten eine Rolle. Fenster, Türen und Garagentore sollten bei Abwesenheit immer geschlossen und möglichst gut verriegelt werden.

Besonders bei Fenstern kann eine scheinbar kleine Gewohnheit entscheidend sein. Schräg gestellte Fenster gelten aus Sicht des Einbruchschutzes als offene Fenster. Sie sollten deshalb auch bei kürzerer Abwesenheit vollständig geschlossen werden.

Diese Massnahmen benötigen keine zusätzliche Technik. Sie setzen dort an, wo Bewohnerinnen und Bewohner selbst Einfluss auf den Zustand ihrer Wohnung oder ihres Hauses haben.

Mechanischer Schutz ergänzt das eigene Verhalten

Einbruchschutz beschränkt sich nicht auf geschlossene Fenster und Türen. Typische Einstiegsstellen wie Fenster, Türen und Lichtschachtgitter können mechanisch verstärkt werden. Welche Massnahmen sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Liegenschaft und ihrer Ausgangslage ab.

Mechanische Sicherungen ergänzen damit das Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner. Sie verändern nicht den Eindruck von Anwesenheit, sondern setzen direkt beim Schutz der entsprechenden Zugänge an.

Je nach Ausgangslage kann zusätzlich der Einsatz einer Schockbeleuchtung oder einer Alarmanlage sinnvoll sein. Welche Lösung zu einem konkreten Gebäude passt, lässt sich nicht pauschal bestimmen.

Auch Überwachungskameras kommen beim Schutz privater Liegenschaften infrage. Dabei müssen jedoch die rechtlichen Grenzen beachtet werden. Was auf dem eigenen Grundstück gefilmt werden darf, haben wir in unserem Artikel über Überwachungskameras ausführlicher behandelt.

Mehr Patrouillen in der dunklen Jahreszeit

Nicht nur Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer reagieren auf die veränderte Situation im Herbst und Winter. In diesen Monaten sind auch Polizeipatrouillen vermehrt in Wohnquartieren unterwegs.

Schweizer Polizeifahrzeug bei Nacht mit der Notrufnummer 117
Die Polizei verstärkt während der dunklen Jahreszeit ihre Präsenz in Wohnquartieren.

Die Aufmerksamkeit der Bevölkerung bleibt dabei wichtig. Wer in einem Wohnquartier einen Einbruch beobachtet oder verdächtige Personen beziehungsweise Fahrzeuge feststellt, soll dies sofort über die Notrufnummer 117 der Kantonspolizei melden.

Kostenlose Beratung zum Einbruchschutz

Wer wissen möchte, welche Schutzmassnahmen bei der eigenen Liegenschaft sinnvoll sind, kann sich beraten lassen. Einbruchschutz muss dabei nicht mit zusätzlichen Kosten beginnen: Die Polizei bietet kostenlose, unabhängige Sicherheitsberatungen an.

Im Kanton Zürich ist das Interesse an diesen Beratungen nach Angaben der Kantonspolizei gross. Bei einer Beratung kann die konkrete Situation einer Liegenschaft betrachtet und eingeordnet werden, welche Massnahmen dort sinnvoll sein können.

Neben der polizeilichen Beratung gibt es private Sicherheitsdienste wie Krebser Bewachungen.

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