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Warum viele den eigenen Sonnenstrom verschenken, und wie er im Haus bleibt

Marco Baumann
von
Marco Baumann
03.08.2026
pv strom mit wärmepumpe nutzen, Luftwärmepumpe von SOLARFOCUS mit Photovoltaik-Einbindung
Überschüssiger Sonnenstrom lässt sich mit einer Wärmepumpe in Wärme umwandeln und im Haus nutzen.
Darum gehts
  • Überschüssiger PV-Strom wird oft günstig ins Netz eingespeist statt selbst genutzt.
  • Eine Wärmepumpe wandelt diesen Strom in Wärme um und macht ihn im Haus nutzbar.
  • Ein Systemspeicher hält die Wärme als thermische Batterie bis zum Abend bereit.

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Mittags liefert die Photovoltaikanlage auf dem Dach mehr Strom, als das Haus gerade braucht. Niemand ist da, die Waschmaschine steht still, und der teuer erzeugte Sonnenstrom fliesst für ein paar Rappen ins Netz. Am Abend, wenn die Familie heimkommt und heizt, muss derselbe Strom zum vollen Preis wieder eingekauft werden. Genau dieses Alltagsparadox lässt sich auflösen, wenn die Wärmepumpe und ein Speicher zusammenspielen. Der überschüssige Strom bleibt dann im Haus, als Wärme.

Der Sonnenstrom, der am Mittag verloren geht

Die Photovoltaikanlage arbeitet genau dann am stärksten, wenn das Haus oft am wenigsten Energie benötigt. Während die Sonne auf das Dach scheint, sind die Bewohner bei der Arbeit, die Kinder in der Schule und der Stromverbrauch im Haus gering. Der Überschuss fliesst deshalb ins öffentliche Netz. Stunden später kehrt die Familie zurück, das Warmwasser wird benötigt und im Winter beginnt die Heizung zu arbeiten. Ausgerechnet dann reicht der eigene Solarstrom nicht mehr aus und Strom muss wieder eingekauft werden.

Genau dieses Muster beschäftigt derzeit zahlreiche Hausbesitzer. Nicht die Stromproduktion ist das eigentliche Problem, sondern der Zeitpunkt, zu dem Energie erzeugt und gebraucht wird. Wer den tagsüber produzierten Strom möglichst lange im eigenen Haus halten kann, erhöht den Eigenverbrauch und wird unabhängiger von schwankenden Strompreisen.

Nach Angaben von SOLARFOCUS Schweiz lässt sich dieses Zeitproblem lösen, indem überschüssiger Solarstrom nicht unmittelbar ins Netz fliesst, sondern zuerst von einer Wärmepumpe genutzt wird. Statt elektrische Energie abzugeben, wird daraus Wärme erzeugt, die später wieder zur Verfügung steht.

Aus einem Kilowatt Strom werden mehrere Kilowatt Wärme

Auf den ersten Blick wirkt die Idee überraschend. Warum sollte eine Wärmepumpe gerade dann laufen, wenn eigentlich keine Wärme benötigt wird?

Die Antwort liegt in ihrer Arbeitsweise. Eine Wärmepumpe erzeugt Wärme nicht ausschliesslich aus Strom. Sie nutzt einen grossen Teil der Energie aus der Umgebungsluft und benötigt den Strom vor allem, um diesen Prozess anzutreiben. Laut SOLARFOCUS kann die Luftwärmepumpe Vampair PRO dadurch aus einem Kilowatt Strom bis zu rund sechs Kilowatt Wärme bereitstellen. Das Unternehmen gibt für die Anlage einen saisonalen Effizienzwert (SCOP) von bis zu 5,86 an und beschreibt ihre Effizienz als vergleichbar mit jener einer Erdwärmepumpe.

Gerade in Kombination mit einer Photovoltaikanlage entsteht dadurch ein interessanter Effekt. Produziert die Solaranlage mittags mehr Strom, als im Haushalt verbraucht wird, nutzt die Wärmepumpe diesen Überschuss, um Wärme zu erzeugen. Statt den Strom günstig einzuspeisen, bleibt sein Energiegehalt im eigenen Gebäude erhalten.

Dabei arbeitet die Vampair PRO laut Hersteller mit einer Inverterregelung. Die Leistung passt sich stufenlos dem tatsächlichen Bedarf an. Häufiges Ein- und Ausschalten wird dadurch vermieden, was den Betrieb effizienter und gleichmässiger machen soll.

Die thermische Batterie im Keller

Strom lässt sich nur begrenzt und vergleichsweise teuer in Batterien speichern. Wärme dagegen kann mit deutlich einfacheren Mitteln über Stunden oder sogar bis zum nächsten Tag vorgehalten werden.

Genau an diesem Punkt setzt nach Angaben von SOLARFOCUS der Systemspeicher hydroTower PVmax an. Dabei handelt es sich um einen 800-Liter-Schichtpufferspeicher, den das Unternehmen als thermische Batterie beschreibt. Tagsüber erhitzt die Wärmepumpe das Wasser im Speicher mit selbst erzeugtem Solarstrom auf bis zu 70 Grad. Sobald am Abend Heizwärme oder Warmwasser benötigt werden, steht diese Energie bereits bereit, ohne dass die Wärmepumpe erneut anlaufen muss.

Entscheidend ist dabei die sogenannte Schichtung. Heisses Wasser sammelt sich im oberen Bereich des Speichers, kühleres Wasser bleibt darunter. Dadurch bleibt die gespeicherte Energie länger nutzbar und die Wärmepumpe arbeitet effizienter.

SOLARFOCUS verweist darauf, dass der hydroTower PVmax beim unabhängigen Schweizer Prüfinstitut SPF nach Unternehmensangaben die bislang höchste dort gemessene Schichtungseffizienz erreichte. Die Messung erfolgte laut SOLARFOCUS ohne vorgegebenes Prüf-Zeitfenster, Stand September 2025.

Auch beim Warmwasser verfolgt das System einen anderen Ansatz als klassische Boiler. Das Wasser wird nicht dauerhaft gespeichert, sondern über ein integriertes Frischwassermodul erst im Durchlauf erwärmt. Laut SOLARFOCUS reduziert dieses Prinzip das Risiko einer Legionellenbildung und stellt jederzeit frisches Warmwasser bereit.

Auch für die Sanierung, nicht nur den Neubau

Noch immer hält sich die Vorstellung, moderne Wärmepumpen seien ausschliesslich für energieeffiziente Neubauten geeignet. In der Praxis sieht die Ausgangslage häufig anders aus. Gerade bestehende Einfamilienhäuser mit Radiatoren benötigen oft höhere Vorlauftemperaturen als eine Fussbodenheizung.

luftwärmepumpe sanierung schweiz, SOLARFOCUS Vampair PRO für Neubau und Sanierung
luftwärmepumpe sanierung schweiz, SOLARFOCUS Vampair PRO für Neubau und Sanierung

Nach Angaben von SOLARFOCUS erreicht die Vampair PRO Vorlauftemperaturen von bis zu 70 Grad. Dadurch eignet sie sich laut Hersteller nicht nur für Neubauten, sondern auch für zahlreiche Sanierungsprojekte, bei denen bestehende Heizkörper weiter genutzt werden sollen. Die Anlage übernimmt dabei das Heizen, kann im Sommer kühlen und bereitet gleichzeitig das Warmwasser.

Wer eine energetische Modernisierung plant, sollte dennoch das Gesamtsystem betrachten. Häufig zahlt es sich aus, zuerst die Gebäudehülle zu verbessern und danach die Heiztechnik optimal darauf abzustimmen. Genau diese Reihenfolge zeigt auch der bauimpact-Ratgeber zur die richtige Reihenfolge bei der Sanierung.

Was das natürliche Kältemittel damit zu tun hat

Wer sich heute mit einer neuen Wärmepumpe beschäftigt, stösst früher oder später auch auf das Thema Kältemittel. Was technisch klingt, spielt in der Praxis eine wichtige Rolle. Das Kältemittel transportiert die Umweltwärme durch das System und beeinflusst sowohl die Effizienz als auch die Umweltverträglichkeit der Anlage.

Nach Angaben von SOLARFOCUS arbeitet die Vampair PRO mit dem natürlichen Kältemittel R290, besser bekannt als Propan. Dieses weist laut Hersteller ein sehr niedriges Treibhauspotenzial auf, ist weder ozonschädigend noch giftig und gilt aufgrund seiner breiten Verfügbarkeit als zukunftssicher.

Für Hausbesitzer ist dabei wichtig zu wissen, dass Wärmepumpen mit R290 nach klar definierten Sicherheitsvorschriften geplant werden. Für die Aufstellung gelten festgelegte Schutzbereiche, in denen sich beispielsweise keine Zündquellen oder bestimmte Gebäudeöffnungen befinden dürfen. Die genaue Planung und Einhaltung dieser Vorgaben übernimmt der ausführende Fachbetrieb.

Damit zeigt sich auch hier: Nicht nur das Gerät entscheidet über das Ergebnis, sondern ebenso eine fachgerechte Auslegung der gesamten Anlage.

Wenn die Heizung das Wetter kennt

Der Blick aufs Smartphone gehört für viele längst zum Alltag. Ob Regen, Sonnenschein oder Temperatur – die Wetterprognose beeinflusst zahlreiche Entscheidungen. Nach Angaben von SOLARFOCUS kann auch die Heizungsregelung diese Informationen nutzen.

Die Regelung ecomanager-touch bezieht Wetterdaten und Prognosen in die Steuerung ein. Zeichnet sich beispielsweise ein sonniger Nachmittag ab, kann die Anlage den Heizbetrieb entsprechend anpassen, weil zusätzliche Energie aus der Photovoltaikanlage erwartet wird. So soll möglichst viel selbst erzeugter Sonnenstrom direkt im eigenen Haus genutzt werden.

Zusätzlich kann die Regelung laut SOLARFOCUS dynamische Stromtarife berücksichtigen. Verfügt der Energieversorger über zeitabhängige Preise, lassen sich bestimmte Betriebsphasen in günstigere Tarifzeiten verschieben. Das Ziel bleibt dabei immer dasselbe: möglichst wenig teuren Netzstrom beziehen und möglichst viel selbst erzeugte Energie im Gebäude halten.

Der eigentliche Unterschied entsteht dabei nicht durch eine einzelne Funktion, sondern durch das Zusammenspiel von Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher und intelligenter Regelung.

Ein System aus einer Hand

Gerade bei modernen Heizsystemen treffen heute verschiedene Technologien aufeinander. Photovoltaikanlage, Wechselrichter, Wärmepumpe, Speicher und Steuerung müssen miteinander kommunizieren, damit der Eigenverbrauch möglichst hoch wird.

SOLARFOCUS verfolgt nach eigenen Angaben deshalb den Ansatz, diese Komponenten als aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem anzubieten. Wärmepumpe, Systemspeicher, PV-Einbindung und Regelung arbeiten zusammen und sollen den Eigenverbrauch des selbst produzierten Solarstroms optimieren. Die Einbindung der Photovoltaikanlage funktioniert laut SOLARFOCUS herstellerunabhängig und die Wärmepumpe kann mit Wechselrichtern gängiger Hersteller kommunizieren.

Für registrierte und regelmässig gewartete Anlagen gewährt SOLARFOCUS nach eigenen Angaben zudem eine 5-Jahre-Systemgarantie.

Die Luftwärmepumpe von SOLARFOCUS ist dabei nur ein Bestandteil eines Gesamtkonzepts. Entscheidend ist, dass die Anlage auf das jeweilige Gebäude abgestimmt wird. Ob Neubau oder Sanierung, Radiatoren oder Fussbodenheizung, grosse oder kleine Photovoltaikanlage – jedes Haus bringt andere Voraussetzungen mit.

SOLARFOCUS Schweiz GmbH mit Sitz in Altishofen ist unter dem Motto «Energie aus Sonne, Luft und Holz» in den Bereichen Wärmepumpen, Solaranlagen und Biomasseheizungen tätig. Wer den Eigenverbrauch seiner Photovoltaikanlage erhöhen und den selbst erzeugten Strom möglichst vollständig im eigenen Haus nutzen möchte, erhält bei einem Fachbetrieb eine individuelle Beratung. Erst sie zeigt, welche Kombination aus Wärmepumpe, Speicher und Regelung für das jeweilige Gebäude sinnvoll ist.

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